KONZERTE der letzten SAISON 2014/15: „Allegria e pazzia“


„Allegria e pazzia“
Einen spannenden Abend bieten Staatsopernsänger Wolfgang Bankl, Michaela Reingruber und Iren Seleljo in der Besetzung Bass, Saxophon und Klavier. Das Motto dieses Abends ist „Allegria e Pazzia“ was frei übersetzt soviel heisst wie „Fröhlichkeit und Verrücktheit“.
Gegründet wurde das Trio von Wolfgang Bankl und Michaela Reingruber, welche sich bei der Sommerakademie „Allegro Vivo“ (als Dozenten) kennen gelernt haben. Da es dort auch oft „fröhliche und verrückte“ Stunden gab kam es zu diesem Namen. Im Moment präsentiert sich das Trio mit der Pianistin Iren Seleljo. Zu hören werden sein Kompositionen von Bankl, Borodin, Francaix, Schulhoff, Nin, Wolf und Cockcroft. Die Stücke wurden zum Teil von den Musikern für diese Besetzung arrangiert.


Michaela Reingruber, Saxophon | saxophone
Geboren 1976 in Linz, Oberösterreich. Gründungsmitglied des Vienna Saxophonic Orchestras (12 Saxophone, www.v-s-o.at) und des Trios „Allegria e pazzia“ (Bass: Wolfgang Bankl, Klavier: Iren Seleljo). Solistische und kammermusikalische Auftritte im Inland (Allegro-Vivo, Carinthischer Sommer, Bregenzer Festspiele, Musikverein, Konzerthaus, Jazz Club Porgy and Bess, Radiokulturhaus) und Ausland (Taiwan, Oman, Deutschland, Italien, Schweiz, China, Südafrika, Taiwan, Schottland). Mitwirkung bei führenden Ensembles und Orchestern wie RSO Wien, Wiener Philharmoniker, Die Reihe, Mozarteum Orchester Salzburg, Wiener Symphoniker, Tonkünstlerorchester NÖ, Klangforum Wien. Preisträgerin des Wettbewerbs „Gradus ad Parnassum“, 1. Platz beim internationalen Wettbewerb der Gedok-Stiftung Berlin. Meisterkurse bei I. Roth, M. Weiss, A. Bornkamp, J. Rousseau, L. v. Oström und J.-M. Londeix in Wien. Dozentin bei Meisterkursen (z.B. Allegro-Vivo, Bläserurlaub Bad Goisern), bei Fortbildungen und Jurorin bei Wettbewerben. Senior Lecture für Saxophon an der Kunstuniversität Graz sowie Lehrtätigkeit an der Musikschule Bad Vöslau. Studium an der Musikuniversität Wien bei Prof. O. Vrhovnik und C. Maurer. Konzert- und Instrumentalpädagogikdiplom mit Auszeichnung. www.michaela-reingruber.at


Irén Seleljo wurde 1987 in Uzhgorod geboren und erhielt anfangs Klavierunterricht bei ihrer Mutter, später bei Erzsébet Belák am Szent István Király Musikgymnasium Budapest. 2003 wurde sie beim ungarischen nationalen Klavierwettbewerb mit dem 3. Preis sowie dem Ferenczy György Preis ausgezeichnet. Ab 2006 studierte sie an der Liszt-Musikakademie Budapest bei den Professoren Attila Némethy und István Gulyás. 2008 bekam sie ein Stipendium und ging an das Bard College/ USA, wo sie von Prof. Jeremy Denk unterrichtet wurde. 2011 schloss sie ihr Studium in Budapest ab und begann das Masterstudium Instrumentalkorrepetition an der Konservatorium Wien Privatuniversität bei Prof. Denise Benda.
Ihr Hauptaugenmerk liegt in der Kammermusik mit verschiedensten Besetzungen. Ihr Repertoire erstreckt sich über viele Stile, wobei ihr besonderes Interesse der Musik der Gegenwart bildet. Sie konzertierte u.a. in Österreich, Ungarn, Rumänien, Slowenien, Serbien, Italien und Chile.

Wolfgang Bankl, Bass,
1960 in Wien geboren, erhielt zunächst eine Violinausbildung an der Musikschule Baden. Während seiner Schulzeit und neben seinem Studium der Technischen Physik war er u.a. Konzertmeister des Orchesters des BG Baden und Jazzmusiker (E-Bass).1984 begann er ein Gesangsstudium am Konservatorium der Stadt Wien bei Dominique Weber, sowie Lied und Oratorium bei David Lutz und Oper bei Ks. Waldemar Kmentt, welche er 1989 mit Auszeichnung beendete.

Sein erstes Engagements führte ihn an die Kammeroper Wien. Von 1989 bis 1993 war er u. a. als Figaro, Don Alfonso, Don Pasquale und Leporello am Opernhaus Kiel engagiert.

Seit 1993 ist Wolfgang Bankl Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Dort war und ist er u. a. als Leporello, Papageno, Alberich, Großinquisitor, Ochs, Rocco, Bartolo (Barbiere), Doktor (Wozzeck), La Roche und Figaro (Nozze) zu hören. Außerdem wirkte er in zahlreichen Premieren, u.a. als Tierbändiger/Athlet in Lulu, Ringender in Die Jakobsleiter, Geronte de Ravoir in Puccinis Manon, Klingsor in Parsifal, Waldner in Arabella, Dikoj in Kátja Kabanová und als Zirkusdirektor in der Uraufführung von Der Riese vom Steinfeld mit. Gastverträge führten ihn bislang u.a. an die Opernhäuser und Festspielstätten von Mailand, Rom, Zürich, Hamburg, Berlin, München, Barcelona, Moskau, Los Angeles, New York, Istanbul, Salzburg, Graz, Tokyo, Tel Aviv, Kopenhagen, Salamanca und Paris.

2008 gab er sein Debut bei den Wiener Festwochen als Oberlin in Rihms Jakob Lenz, im Teatro alla Scala di Milano als Zeta in la vedova allegra und im Königlichen Opernhaus Kopenhagen als Baron Ochs auf Lerchenau. 2010 folgte das Debut in der Staatsoper München mit dem Boris in der Uraufführung von Die Tragödie des Teufels von Péter Eötvös, 2012 im Opernhaus Strasbourg in einer Neuproduktion als Baron Ochs auf Lerchenau und in derselben Rolle im November 2012 an der Semperoper Dresden unter dem Dirigat von Christian Thielemann. 2014 bestritt er sein Debut in der Carnegie Hall, New York, mit dem Doktor aus Wozzeck. Unter der Leitung von Michael Boder debutierte er 2014 im königlichen Opernhaus Kopenhagen als Baron Ochs.

Abseits der Opernbühne ist Wolfgang Bankl auch ein viel beschäftigter Konzert- und Liedsänger. Sein Repertoire reicht von Bachs Passionen unter Martin Haselböck, über Haydns Schöpfung und Jahreszeiten unter Adam Fischer bis zur Apokalypsis von René Clemencic.

Zusammen mit dem Pianisten und Dirigenten Norbert Pfafflmeyer, dem Schriftsteller Harald Kollegger und dem Tonsetzer Schmerzhelm von Solchgemut gründete er 2000 das fahrende Kammermusikfestival Giro d´Arte, das sich in erster Linie Zeitgenössischem, sowie Bach und Schubert widmet.

Seit 2007 wirkt Wolfgang Bankl im Rahmen der Sommerakademie Allegro Vivo jährlich als Dozent eines Meisterkurses für Sologesang.

2013 wurde Wolfgang Bankl zum österreichischen Kammersänger ernannt.

Unter den zahlreichen Einspielungen bei denen er mitwirkte seien Der Rosenkavalier unter Carlos Kleiber, Winterreise mit Norbert Pfafflmeyer, Der Riese vom Steinfeld unter Michael Boder, Il Fonte della Salute unter Martin Haselböck und Parsifal unter Christian Thielemann mit Placido Domingo und Waltraud Meier genannt.